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Empathie als Basis für wertschätzende Kommunikation
13.04.2016 07:29

Immer wieder erlebe ich in meiner beruflichen Tätigkeit abwertende Kommunikation gegenüber Bewohnern, Teilnehmern, Kollegen, Mitarbeitern aber auch Vorgesetzten.

Da wir Menschen soziale Wesen sind, müssen wir der Kommunikation eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Bedeutung im sozialen Miteinander zurechnen. Die Art der Kommunikation entscheidet über Sympathie und Antipathie, über ein Gelingen der Beziehung zueinander und über das Erleben der sozialen Umwelt.

Grundlage der Empathie und Basis für eine wertschätzende Kommunikation ist die Selbstwahrnehmung und das daraus entstehende Selbstbild. Das Selbstbild steuert das Erleben, Verhalten, Denken und Handeln. Der Abgleich vom Selbstbild und Idealbild, sowie der Abgleich von Selbstbild und Fremdbild, sind wesentliche Voraussetzungen für die Empathie, die psychische Gesundheit und dem wertschätzenden Umgang mit Dritten. Dies bedeutet: Umso schärfer das Selbstbild ist und mit dem Fremdbild übereinstimmt, desto genauer kann die Abweichung zum Idealbild gesehen werden und können daraus Maßnahmen zur Persönlichkeitsentwicklung abgeleitet werden.

Empatie ist also die Fähigkeit und Bereitschaft wahrzunehmen, was in einem anderen Menschen vorgeht und auch danach zu Handeln. Dieses Handeln wird dann als prosoziales Handeln bezeichnet.

Die Empathie ist somit auch ein Teil der Persönlichkeitsentwicklung und erlernbar. Gerade in Berufen des Sozial- und Gesundheitswesens ist eine wertschätzende Kommunikation für den Behandlungserfolg, die Stabilisierung und den würdevollen Umgang mit der Lebenssituation des Betroffenen unabdingbar.

Wie aber sieht nun aber das konkrete Erlernen von Empathie bzw. die Persönlichkeitsentwicklung aus und wie kommen Sie oder Ihre Mitarbeiter ans Ziel?

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