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Arbeitstherapeutisches Kochen im Seniorenheim
12.01.2015 13:25

Arbeitstherapeutisches Kochen mit Senioren

Das Kochen gehört nicht nur zu den ältesten und wichtigsten Kulturtechniken des Menschen, sondern birgt auch eine Chance den Prozess vom Planen der Speise über den Verzehr bis hin zur Reinigung der Kochutensilien und des Geschirr, als arbeitstherapeutisches Mittel einzusetzen, denn Kochen bringt therapeutische Prozesse wieder in Fluss.

Beim Kochen und Verzehr des selbst Gekochten in der Gemeinschaft und einer entspannten Atmosphäre, ist es besonders leicht, miteinander ins Gespräch zu kommen. Kochen ist eine ausgesprochen soziale Tätigkeit und bringt die Bewohner wieder in einen gemeinschaftlichen und gruppendynamischen Prozess.

Der/ Die Bewohner/-in entwickeln wieder Selbstvertrauen und wird im Rahmen der aktivierenden Pflege in seinen vorhandenen Ressourcen gestärkt oder gewinnt sogar neue Fähigkeiten hinzu. Selbstwirksamkeit und das Gefühl etwas geschafft zu haben, stärkt das Selbstwertgefühl und hilft dabei sich selbst und den Prozess des Alterns annehmen zu können.

Zudem bildet kochen als arbeitstherapeutischer Prozess den Charakter. Nicht nur, weil man etwas für andere tut, indem man sie bekocht, sondern auch die Wahrnehmung anderer wird durch das Kochen beeinflusst. Die Bewohner müssen beachten, wer, was wie gerne mag und müssen dies bei der Planung und Durchführung beachten, sie lernen wieder Rücksicht zu nehmen. Die Teilnehmer entwickeln Freude an der Gastfreundschaft und bilden ihre eigene Großzügigkeit aus.

Zusammen kochen macht Spaß, erfordert aber auch Geduld und fördert das Zeitgefühl. Das gemeinsame Kochen stärkt die sozialen Kompetenzen, die gerade im Zusammenleben in einer stationären Wohneinheit für ein wertschätzendes Miteinander unabdingbar sind. Über dies Hinaus, fördert das Kochen aber auch die psychomotorischen Fähigkeiten, die kognitiven Fähigkeiten und die Freude an der Nahrungszubereitung und deren Aufnahme.

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